Afghanische Tazkira und Urkunden in Deutschland 2026: ohne Legalisation, mit Übersetzung

Afghanische Dokumente stellen deutsche Behörden vor ein besonderes Problem. Es gibt keine Apostille, keine Legalisation und derzeit auch keine Echtheitsprüfung durch die Deutsche Botschaft. Trotzdem heiraten Afghaninnen und Afghanen in Deutschland, lassen Kinder beurkunden und werden eingebürgert. Dieser Ratgeber erklärt für Betroffene und Sachbearbeitende, welche Dokumente es gibt, was Behörden stattdessen verlangen dürfen und worauf es bei Namen, Datumsangaben und Übersetzung ankommt.
Kurz gesagt
- Keine Apostille, keine Legalisation: Afghanistan ist kein Vertragsstaat des Haager Apostille-Übereinkommens. Das Auswärtige Amt führt Afghanistan als Staat, in dem die Legalisation eingestellt ist und eine Urkundenüberprüfung durch deutsche Auslandsvertretungen derzeit nicht möglich ist.
- Wichtigstes Dokument ist die Tazkira: als Papier-Tazkira (oft ohne Geburtsdatum, nur mit geschätztem Alter) oder als e-Tazkira im Kartenformat (seit 2018, mit Geburtsdatum).
- Ersatzwege: Beim Standesamt gilt § 9 Abs. 2 PStG (andere Urkunden, zuletzt eidesstattliche Versicherung). Bei der Einbürgerung gilt das Stufenmodell des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG 1 C 36.19).
- Datum umrechnen: Afghanische Dokumente sind meist nach dem Sonnenkalender (Hijri Shamsi) datiert. Ein Fehler bei der Umrechnung kann ein Geburtsjahr verschieben.
Ehrlicher Hinweis: Lassen Sie nicht vorsorglich alles übersetzen. Fragen Sie zuerst, welches Dokument die Behörde wirklich will. Oft reicht die Tazkira der antragstellenden Person, eine Seite.
- Welche afghanischen Dokumente es gibt
- Keine Apostille, keine Legalisation, keine Überprüfung
- Was Behörden stattdessen verlangen dürfen
- Datum umrechnen: Sonnenkalender, Mondkalender, gregorianisch
- Namen: Schreibweise, Vatersname, fehlender Familienname
- Übersetzung Dari und Paschtu: wann nötig, wann nicht
- Häufige Fragen
Welche afghanischen Dokumente es gibt
Afghanistan hat kein Personenstandswesen nach deutschem Muster. Geburtsurkunden sind selten. Nach einer Studie der afghanischen Statistikbehörde von 2016/17, zitiert von ACCORD, waren nur drei von zehn Kindern behördlich registriert. Das zentrale Dokument ist deshalb die Tazkira, der afghanische Personalnachweis.
Papier-Tazkira und e-Tazkira im Vergleich
| Merkmal | Papier-Tazkira | e-Tazkira |
|---|---|---|
| Form | Blatt oder Heft, handschriftlich ergänzt | Polycarbonat-Karte mit Chip, seit 2018 |
| Geburtsdatum | Meist nein – nur geschätztes Alter im Ausstellungsjahr | Ja |
| Familienname | Meist nein | Ja, Nachname oder Beiname |
| Vater, Großvater | Ja | Ja, auf der Vorderseite |
| Sprache | Dari oder Paschtu | Vorderseite Dari oder Paschtu, Rückseite Englisch (ohne Vater, Großvater, Ethnie, Religion) |
| Beantragung aus Deutschland | Möglich über die afghanische Konsularvertretung, wenn eine bevollmächtigte Person in Afghanistan das Verfahren betreibt | Nein – persönliche Vorsprache beim Bevölkerungsregister (PRD) in Afghanistan |
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe weist darauf hin, dass Papier-Tazkiras oft unvollständig sind und keine überprüfbaren Sicherheitsmerkmale haben. Das Alter wird bei der Ausstellung häufig nach dem Aussehen geschätzt. Fehlt ein Geburtsdatum, setzen Behörden nicht selten den 1. Januar oder den 21. März (Nouruz) ein. Für deutsche Behörden erklärt das, warum Geburtsdaten in verschiedenen Dokumenten derselben Person voneinander abweichen können.
Weitere Dokumente, die in Deutschland eine Rolle spielen
- Heiratsurkunde (oft Nikah-Khat genannt): Nachweis einer in Afghanistan geschlossenen Ehe, wichtig für Familiennachzug, Ehenamen und Geburtsbeurkundung der Kinder.
- Geburtsurkunde eines Krankenhauses: Gibt es nur für einen Teil der Geburten. Laut ACCORD steht darin der Name des Vaters, nicht der Mutter; das Feld für den Namen des Kindes bleibt oft leer.
- Scheidungsurteil: Für eine neue Ehe in Deutschland nötig, wenn eine frühere Ehe bestand.
- Schul- und Hochschulzeugnisse: Für Anerkennung, Ausbildung und Studium. Diese Dokumente sind keine Personenstandsurkunden, werden aber genauso oft übersetzt.
- Afghanischer Reisepass: Enthält die lateinische Schreibweise des Namens und ist deshalb für jede Übersetzung wichtig.
Keine Apostille, keine Legalisation, keine Überprüfung
Zwischen Vertragsstaaten des Haager Übereinkommens von 1961 bestätigt eine Apostille die Echtheit einer Urkunde. Afghanistan gehört nicht dazu. Für solche Staaten ist normalerweise die Legalisation durch die deutsche Auslandsvertretung vorgesehen. Für Afghanistan gibt es auch diese nicht.
Das Auswärtige Amt führt Afghanistan in seiner Liste der Staaten, in denen die Voraussetzungen für die Legalisation nicht gegeben sind. Afghanistan trägt dort zusätzlich den Vermerk, dass eine Überprüfung von Urkunden durch die deutschen Auslandsvertretungen derzeit nicht möglich ist. Hintergrund ist, dass die Deutsche Botschaft Kabul seit 2021 geschlossen ist. Die Oberlandesgerichte Brandenburg (Stand 14.04.2026), Köln (Stand 16.04.2026) und Bamberg, München und Nürnberg (Stand März 2026) bestätigen das in ihren Merkblättern übereinstimmend: Afghanische Urkunden werden derzeit nicht legalisiert, eine Amtshilfeüberprüfung findet nicht statt.
Überbeglaubigung durch das afghanische Außenministerium
Einige Oberlandesgerichte verlangen hilfsweise eine Überbeglaubigung des afghanischen Außenministeriums auf der Urkunde. Das OLG Köln nennt sie ausdrücklich als Ersatz für die nicht stattfindende Amtshilfeüberprüfung, das OLG Brandenburg ebenfalls. Die bayerischen Oberlandesgerichte erwähnen sie nicht, empfehlen aber eine Prüfung durch einen polizeilichen Dokumentenprüfer, soweit verfügbar. Fragen Sie deshalb immer, was Ihr Standesamt oder Ihr OLG konkret verlangt.
Wer stellt heute afghanische Dokumente in Deutschland aus?
Afghanistan unterhält in Deutschland eine Botschaft in Berlin und Generalkonsulate. Laut Antwort der Bundesregierung vom 10.07.2026 (Drucksache 21/7122) werden die Vertretungen weiterhin von Personen geleitet, die vor August 2021 von der damaligen Islamischen Republik entsandt wurden. Zugleich hat die Bundesregierung zwei aus Kabul entsandte Mitarbeiter akkreditiert. Die Vertretungen stellen unter anderem Pässe und Personenstandsdokumente aus. Wer als Flüchtling anerkannt ist, sollte vor einem Kontakt zur afghanischen Vertretung rechtlichen Rat einholen. Ein freiwillig beantragter Nationalpass kann nach § 72 AsylG den Schutzstatus berühren.
Was Behörden stattdessen verlangen dürfen
Dass afghanische Urkunden nicht legalisiert werden können, heißt nicht, dass sie wertlos sind. Das deutsche Recht kennt für genau diese Lage abgestufte Ersatzwege. Behörden würdigen die Dokumente frei, im Zusammenhang mit der gesamten Akte.
Standesamt: § 9 Abs. 2 PStG
- Öffentliche Urkunden sind die Regel, auch ohne Legalisation, etwa Tazkira oder Heiratsurkunde.
- Sind sie nicht oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten oder unverhältnismäßig hohen Kosten zu beschaffen, darf das Standesamt andere Urkunden zugrunde legen.
- Reicht auch das nicht, kann der Standesbeamte Versicherungen an Eides statt der Betroffenen oder anderer Personen verlangen und abnehmen.
Dokumentieren Sie Ihre Bemühungen: Schreiben an die Konsularvertretung, Antworten, Belege über Versuche von Verwandten in Afghanistan. Das ist die Grundlage, damit das Standesamt die nächste Stufe zulässt.
Eheschließung: Befreiung vom Ehefähigkeitszeugnis
Afghanistan stellt keine Ehefähigkeitszeugnisse aus. Wer in Deutschland heiraten will, braucht deshalb die Befreiung durch das Oberlandesgericht nach § 1309 Abs. 2 BGB. Die Merkblätter der OLG Bamberg, München und Nürnberg nennen typischerweise:
- Tazkira im Original
- Aktueller Nachweis zum Familienstand: Erklärung von mindestens zwei Zeugen vor der afghanischen Heimatbehörde oder, bei Wohnsitz in Deutschland, eine Bescheinigung des afghanischen Konsulats; zusätzlich eine eidesstattliche Versicherung von zwei Zeugen vor einem deutschen Notar
- Eigene eidesstattliche Versicherung zum Familienstand und zu früheren Ehen vor dem Standesbeamten
- Bei früheren Ehen: Heiratsurkunde, rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde, jeweils im Original
- Vollständige deutsche Übersetzungen aller Dokumente durch einen in Deutschland öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzer
Die Anforderungen unterscheiden sich von OLG zu OLG. Das OLG Köln etwa nennt eine Ledigkeits- oder Familienstandsbescheinigung der Heimatbehörde oder der afghanischen Botschaft bzw. des Konsulats. Allgemeine Abläufe beim Standesamt kennen Sie vielleicht aus unserem Ratgeber zu syrischen Urkunden; die Lage ist ähnlich, aber für Afghanistan gibt es nicht einmal eine Legalisation in einem Nachbarland.
Sie wissen nicht, ob Ihre Tazkira ein Geburtsdatum enthält oder welcher Kalender verwendet wurde? Schicken Sie uns ein Foto. Wir sagen Ihnen kostenlos, was darauf steht.
Per WhatsApp fragenEinbürgerung: Stufenmodell zur Identität
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.09.2020 (BVerwG 1 C 36.19) wird die Identität stufenweise geklärt:
- Pass oder anerkannter Passersatz als Regelfall.
- Ist das nicht möglich oder nicht zumutbar: andere amtliche Dokumente, bei deren Ausstellung die Identität geprüft wurde, etwa Tazkira, Führerschein, Geburtsurkunde oder Schulzeugnis.
- Danach nichtamtliche Dokumente und Zeugenaussagen.
- Nur ausnahmsweise die eigenen, widerspruchsfreien und glaubhaften Angaben der Person.
Wichtig: Nach demselben Urteil darf die Einbürgerungsbehörde für die Identitätsklärung keine eidesstattliche Versicherung verlangen. Die eidesstattliche Versicherung ist also ein Weg beim Standesamt, nicht bei der Einbürgerung. Für Ihre Akte heißt das: Jede echte Tazkira und jedes Zeugnis kann auf der zweiten Stufe zählen. Bewahren Sie alles auf.
Datum umrechnen: Sonnenkalender, Mondkalender, gregorianisch
Dieser Punkt wird oft unterschätzt. Afghanische Dokumente sind in aller Regel nach dem Sonnenkalender (Hijri Shamsi, abgekürzt ه.ش) datiert. Das Jahr beginnt mit Nouruz um den 21. März. Das Jahr 1405 hat am 21.03.2026 begonnen. Nach Medienberichten haben die Taliban-Behörden 2022 angeordnet, die Verwaltungskorrespondenz nach dem islamischen Mondkalender (Hijri Qamari, ه.ق) zu führen. Neuere Dokumente können deshalb auch Mondkalender-Daten tragen. Der Übersetzer muss erkennen, welcher Kalender gemeint ist.
Die Falle beim Jahreswechsel
Eine Faustregel lautet: Sonnenjahr plus 621 ergibt das gregorianische Jahr. Das stimmt aber nur von Hamal bis Anfang Dschadi. Ab dem 11. Dschadi (1. Januar) bis zum Ende von Hut gilt plus 622.
| Datum im Dokument (Hijri Shamsi) | Gregorianisch | Hinweis |
|---|---|---|
| 1. Hamal 1405 | 21.03.2026 | Neujahr (Nouruz) |
| 15. Sunbula 1380 | 06.09.2001 | +621 passt |
| 10. Dalw 1370 | 30.01.1992 | +621 wäre falsch (1991) |
| „Alter 15 Jahre im Jahr 1390“ | Geburt etwa 1996/97 | Kein Geburtsdatum, nur Schätzung |
Die Monate heißen in Dari Hamal, Sawr, Dschausa, Saratan, Asad, Sunbula, Mizan, Aqrab, Qaus, Dschadi, Dalw und Hut. Paschtu verwendet eigene Namen, etwa Wray für Hamal. Die ersten sechs Monate haben 31 Tage, die nächsten fünf 30, der letzte 29 oder 30.
Namen: Schreibweise, Vatersname, fehlender Familienname
Viele Afghaninnen und Afghanen haben keinen Familiennamen im deutschen Sinn. Die Papier-Tazkira nennt den eigenen Namen, den Namen des Vaters und des Großvaters. Daraus entstehen in Deutschland drei typische Probleme.
- Schreibweise: Ist der Name bereits in lateinischer Schrift belegt, etwa im Pass oder auf der englischen Rückseite der e-Tazkira, übernehmen wir genau diese Schreibweise. Der Bundesgerichtshof hat 2023 entschieden (XII ZB 402/22), dass eine lateinische Schreibweise aus einer ausländischen Urkunde buchstabengetreu zu übernehmen ist. Schicken Sie uns deshalb immer eine Kopie von Pass oder Aufenthaltstitel mit.
- Vatersname ist kein Nachname: In der Übersetzung steht „Name des Vaters“, nicht „Familienname“. Wer den Vatersnamen als Nachnamen führen will, muss das beim Standesamt klären.
- Fehlender Familienname: Nach Art. 47 EGBGB kann man durch Erklärung gegenüber dem Standesamt einen Familiennamen bestimmen, einen Einzelnamen zum Vor- oder Familiennamen machen oder unbekannte Namensbestandteile ablegen. Die Erklärung muss öffentlich beglaubigt oder beurkundet werden und ist unwiderruflich.
Für Namen ohne lateinische Vorlage, etwa die Eltern oder Orte, transkribieren wir einheitlich durch alle Dokumente einer Familie. So steht der Vater in der Tazkira des Sohnes nicht anders geschrieben als in der Heiratsurkunde.
Übersetzung Dari und Paschtu: wann nötig, wann nicht
Standesämter, Oberlandesgerichte, Ausländer- und Einbürgerungsbehörden verlangen für Dokumente in Dari oder Paschtu eine vollständige Übersetzung durch einen in Deutschland ermächtigten oder beeidigten Übersetzer. Dari ist die afghanische Form des Persischen. Balkaya Übersetzungen arbeitet dafür mit ermächtigten Übersetzern für Persisch/Dari und für Paschtu zusammen.
| Situation | Übersetzung? | Hinweis |
|---|---|---|
| Eheschließung, Befreiung nach § 1309 BGB | Ja | Alle Dokumente vollständig, durch in Deutschland ermächtigten Übersetzer |
| Geburtsbeurkundung, Nachbeurkundung | Ja | Tazkira und Heiratsurkunde der Eltern |
| Einbürgerung | In der Regel | Vorher fragen, welche Dokumente die Behörde will |
| Asylverfahren beim BAMF | Erst fragen | Originale vorlegen; nicht vorsorglich übersetzen lassen |
| Zeugnisse mit englischer Fassung | Oft nicht | Viele Stellen akzeptieren Englisch; bei der zuständigen Stelle nachfragen |
| e-Tazkira, nur Identitätsnachweis | Je nach Zweck | Die englische Rückseite enthält Name und Geburtsdatum, aber nicht Vater und Großvater |
Abgerechnet wird nach Seiten des Originals. Eine Papier-Tazkira hat in der Regel eine Seite. Die Einzelheiten stehen auf unserer Preisseite.
Die häufigsten Fehler
- Datum falsch umgerechnet: Pauschal plus 621 gerechnet, und das Geburtsjahr im Standesamtsregister stimmt nicht.
- Geschätztes Alter als Geburtsdatum übersetzt: Die Übersetzung gibt nur wieder, was im Dokument steht. Ein erfundenes Datum führt später zu Widersprüchen.
- Abweichende Namensschreibweise: Die Übersetzung weicht vom Pass ab, die Behörde fragt nach.
- Vatersname als Nachname eingetragen: Das schafft Namen, die es in keinem Dokument gibt.
- Alles auf einmal übersetzen: Tazkiras der ganzen Familie, obwohl nur zwei verlangt sind.
- Bemühungen nicht belegt: Ohne Nachweis über vergebliche Versuche lässt das Standesamt die eidesstattliche Versicherung selten zu.

„In den letzten 16 Monaten haben wir rund 35 Dokumente aus dem Persischen und Dari ins Deutsche übersetzen lassen, dazu einige aus dem Paschtu. Bei afghanischen Dokumenten prüfen wir zuerst zwei Dinge: Welcher Kalender wurde verwendet, und steht überhaupt ein Geburtsdatum drin? Daran entscheidet sich, ob die Daten später beim Standesamt zusammenpassen. Schicken Sie uns deshalb immer auch Ihren Pass oder Aufenthaltstitel mit.“
Ali Harun BalkayaErmächtigter Übersetzer, Balkaya Übersetzungen, Wuppertal
Afghanische Dokumente prüfen und übersetzen lassen
Ein Foto genügt. Wir sagen Ihnen zuerst, was die Behörde wirklich braucht, dann den Festpreis.
- Pro Seite höchstens 49,90 €, Bestätigungsvermerk, Stempel und Versand inklusive
- 3–7 Werktage, auf Wunsch Expresslieferung
- PDF mit qualifizierter elektronischer Signatur (QES) für Online-Anträge
- Für Standesämter, Oberlandesgerichte, Ausländer- und Einbürgerungsbehörden
Häufige Fragen
Kann ich für afghanische Urkunden eine Apostille oder Legalisation bekommen?
Meine Tazkira hat kein Geburtsdatum. Was trägt das Standesamt ein?
Kann ich eine Tazkira von Deutschland aus beantragen?
Reicht eine eidesstattliche Versicherung statt Urkunden?
Kann ein Persisch-Übersetzer Dari-Dokumente übersetzen?
Brauche ich eine Übersetzung der englischen Rückseite der e-Tazkira?
Weitere Ratgeber
Quellen
- Auswärtiges Amt – Staaten, in denen die Voraussetzungen für die Legalisation nicht gegeben sind und Internationaler Urkundenverkehr, September 2026
- OLG Köln – Afghanistan, Befreiung vom Ehefähigkeitszeugnis, Stand 16.04.2026
- OLG Brandenburg – Afghanistan (§ 1309 BGB), Stand 14.04.2026, und OLG Bamberg, München, Nürnberg – Afghanistan, Stand März 2026
- § 9 Personenstandsgesetz und BVerwG, Urteil vom 23.09.2020 – 1 C 36.19
- Schweizerische Flüchtlingshilfe – Afghanistan: E-Tazkira, Dezember 2024
- ACCORD – Afghanistan: Tazkiras, Ausstellung und Rolle von Geburtsurkunden, Juni 2020
- Deutscher Bundestag – Drucksache 21/7122 zum afghanischen Generalkonsulat Bonn, Juli 2026
- 8am Media – Taliban stellen Verwaltung auf den Mondkalender um, März 2022; zur Namensangleichung: Standesamt Odelzhausen – Angleichung nach Art. 47 EGBGB
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Praxis von Standesämtern, Oberlandesgerichten und Einbürgerungsbehörden unterscheidet sich und ändert sich; fragen Sie vor der Beschaffung und Übersetzung bei der zuständigen Behörde nach.

